13.08.2018 / Presseecho

Warum deutsche Entwicklungsgelder über Steueroasen fließen (Der Tagesspiegel)

Zusammen mit dem finanzpolitischen Sprecher der Linksfraktion, Fabio de Masi, habe ich die Bundesregierung gefragt, wieso nahe eine Milliarde Euro an staatlichen Entwicklungsgeldern an Firmen mithilfe der DEG (Deutsche Entwicklungsgesellschaft), eine Tochter der KfW, über Steueroasen wie Mauritius fließen.

"[...] Politiker der Linken und der Grünen kritisieren das. „Die Entwicklungszusammenarbeit wird so zum Instrument der Förderung von Schattenfinanzplätzen“, sagt Fabio De Masi, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken. Gerhard Schick, Finanzexperte der Grünen, meint: „An Schattenfinanzzentren, die für weltweite Steuerhinterziehung und -vermeidung in Milliardenhöhe stehen, sollte sich eine staatliche Bank nicht engagieren [...]. Auf die Kleine Anfrage hin antwortet die Bundesregierung, darüber keine Kenntnis zu haben. Linken-Politikerin Eva-Maria Schreiber sagt deshalb: „Die DEG gleicht einer Black Box, die der Öffentlichkeit nur wenige ausgewählte Ergebnisse zukommen lässt.“ Die Entwicklungsgesellschaft weist das zurück, sie informiere „umfassend und transparent über ihre Arbeit und ihre Finanzierungen“.

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