25.09.2018 / Pressemitteilung

Bundesregierung vernachlässigt Armutskrankheiten

„Die Bundesregierung muss endlich ihre warmen Worte für globale Gesundheit in Taten umsetzen und den Kampf gegen die Armutskrankheit Tuberkulose mit deutlich mehr Geld finanzieren“, fordert Eva-Maria Schreiber, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, anlässlich des ersten High Level Meetings der Vereinten Nationen in New York am 26. September. Schreiber weiter:

„Ich begrüße, dass sich die Vereinten Nationen zum ersten Mal auf höchster Ebene um klare Vereinbarungen gegen Tuberkulose bemühen. Tuberkulose ist mit 1,5 Millionen Toten jährlich die tödlichste Infektionskrankheit noch vor HIV/AIDS. Die Mehrheit der Betroffenen hat keinen Zugang zu wirksamen, neuen und bezahlbaren Medikamenten und erhält bestenfalls veraltete Wirkstoffe mit schweren Nebenwirkungen wie Taubheit oder Psychosen.

DIE LINKE fordert eine deutliche Aufstockung der Gelder für eine öffentlich finanzierte Pharmaforschung, insbesondere zu TB und für die Antibiotikaresistenz-Forschung. Von TB Betroffene müssen Zugang zu bezahlbaren Medikamenten erhalten. Deutschland gibt im internationalen Vergleich viel zu wenig Geld für die Forschung und Entwicklung für TB aus. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Empfehlungen aus dem Bericht des UN-Expertengremiums für den Zugang zu Medikamenten umzusetzen und sich für mehr Transparenz über Forschungs- und Entwicklungskosten neuer Medikamente einzusetzen.“

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