31.10.2018 / Kleine Anfrage

Kooperation der GIZ GmbH und der Allianz SE im Rahmen des developPPP.de-Programms

Im Rahmen des develoPPP.de-Programms unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seit dem Jahr 1999 im Rahmen von so genannten Entwicklungspartnerschaften deutsche Unternehmen im Ausland. Seitdem wurden nach eigenen Angaben mehr als 1 500 Projekte in den Bereichen Energie, Wasser, berufliche Bildung und Lieferkettenmanagement durchgeführt. Seitens der Bundesregierung sind dabei die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und die sequa gGmbH als Partner involviert. Das Programm spricht sowohl Kleinunternehmen, mittelständische Betriebe aber auch börsennotierte Weltkonzerne an (Quelle: www.develoPPP.de/de/content/private-partner). Im Jahre 2017 wurde vom DEval-Institut des BMZ eine Evaluierung des develoPPP.de-Programms durchgeführt. Diese zweite Studie kam zu ähnlichen Ergebnissen wie bereits eine erste Studie aus dem Jahre 2002. Sie empfiehlt zwar grundsätzlich die Verlängerung des develoPPP.de-Programms, allerdings nur, wenn Kritikpunkte wie die mangelhafte Wirkungskontrolle, mangelhafte Ausrichtung des Programms an den Schwerpunkten des BMZ und das hohe Risiko für Mitnahmeeffekte behoben werden (Quelle: www.welt-sichten.org/ artikel/32959/evaluirung-PPP-bringt-nichts). Ein weiterer Kritikpunkt ist die Tatsache, dass der unternehmerische Mehrwert des Programms den entwicklungspolitischen Nutzen übertrifft (Quelle: www.bmz.de/de/zentrales_downloadarchiv/ erfolg_und_kontrolle/BMZ_Stellungnahme_zum_DEval-Bericht_Evaluierung_ des_develoPPP-de-Programms.pdf). Von Januar 2018 bis Dezember 2020 führt die GIZ GmbH zusammen mit der Allianz SE/Allianz Climate Solutions eine Reformpartnerschaft durch. Ziel dieser Zusammenarbeit ist nach den Fragestellern vorliegenden Informationen die Entwicklung eines Risikomanagementsystems für Klima- und Gesundheitsrisiken in Marokko, Ghana und Indien. Dieses Projekt werde mit einem öffentlichen Beitrag von 1,7 Mio. Euro gefördert. Gut 2 Mio. Euro werden von der Allianz SE beigesteuert, 200 000 Euro außerdem von Dritten.

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