05.03.2019 / Presseecho

Bericht Deutsche Reaktionen auf den WWF-Skandal "Naturschutz kann lebensbedrohlich sein" (Spiegelonline)

Die Bundesregierung arbeitet seit Jahren mit dem WWF zusammen. Nun gibt es massive Vorwürfe gegen die Organisation. Umweltpolitiker fordern Aufklärung und ein vorläufiges Ende gemeinsamer Projekte. [...]

Gefährlicher Naturschutz 

Deutlichere Worte kamen aus der Linken. "Naturschutz kann lebensbedrohlich sein - das zeigen die Enthüllungen zum WWF", sagte Eva-Maria Schreiber, Obfrau der Linksfraktion im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Bundesregierung finanziere über den WWF etliche Projekte im Kongo-Becken. Und sie sei einer der wichtigsten Geldgeber für diese Schutzgebiete. 

Die Bundesregierung müsse sich zu den Vorwürfen verhalten, forderte die Politikerin. Schreiber hat in der Vergangenheit bereits zwei Anfragen zur Zusammenarbeit mit dem WWF gestellt. Dabei ging es unter anderem um Berichte über Menschenrechtsverletzungen in den Schutzgebieten des Kongo-Beckens. "Gerade dort haben sich in der letzten Zeit Berichte über Menschenrechtsverletzungen gehäuft, die von fehlenden Mitspracherechten bis hin zu Vertreibungen, Vergewaltigungen und Mord reichen", sagte sie. Die Bundesregierung müsse daher die gesamte Schutzgebietsförderung prüfen.