02.04.2019 / Antrag

Rechte von Landarbeiterinnen und Landarbeitern im Rahmen deutscher Entwicklungszusammenarbeit stärken

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) geht insgesamt von ca. 500 Millionen Landarbeiter*innen aus. Dies entspricht ca. 40% der 1,3 Milliarden in der Landwirtschaft arbeitenden Menschen. Armut, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne gehören zum Alltag vieler Landarbeiter*innen weltweit. Obwohl ihre Rechte häufig stark verletzt werden, finden ihre Bedürfnisse im Rahmen von politischen Maßnahmen, beispielsweise bei der Hungerbekämpfung, keine ausreichende Berücksichtigung. Dies wollen wir verändern.

Mit unserem Antrag fordern wir die Bundesregierung auf, zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele explizit die Verbesserung der Situation von Landarbeiter*innen als Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu verankern, Landarbeiter*innen als Zielgruppe in der BMZ Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger, sowohl bei Grünen Innovationszentren, im Bereich Strukturwandel und der sozialen Sicherung, zu berücksichtigen und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) stärker im Bereich ländliche Entwicklung zu fördern. Außerdem soll sie die politischen Vertretungen von Landarbeiter*innen nachhaltig stärken und den deutschen Unternehmen, die im Ausland produzieren oder produzieren lassen, menschenrechtliche und umwelttechnische Sorgfaltspflichten entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbindlich auferlegen.