10.10.2019 / Veranstaltung

Lesung: "Die Diktatur des Monetariats - Neoliberalismus: Die Geißel des 21. Jahrhunderts"

Ulrich Seibert, Autor

Der Autor und Diplomkaufmann Ulrich Seibert stellte am Mittwoch in meinem gut besuchten Regensburger Bürger*innenbüro sein neues Buch "Die Diktatur des Monetariats - Neoliberalismus: Die Geißel des 21. Jahrhunderts" vor.

Anschaulich beschrieb Seibert die ursprüngliche Bedeutung des Begriffes Liberalismus, die Schulen von Keynes und der sozialen Marktwirtschaft und die von Hayek und Friedman, den Verfechtern des freien Marktes und wie sich aus dieser der Neoliberalismus entwickelte. 

Ein Ausgangspunkt dieser Entwicklung sieht Seibert in der Mont-Pelérin-Gesellschaft, die mit der Gründung des "Atlas-Netzwerks" den Aufbau zahlreicher Thinktanks betrieb und dessen Mitglieder hervorragend vernetzt sind. Dazu verwies er auch auf eine Folge der Anstalt zu diesem Thema https://www.youtube.com/watch?v=vzUNwWpk6CE.

Seibert. beschrieb die neoliberale Entwicklung in Deutschland mit der Abwendung vom Keynesianismus unter Kohl und der Hinwendung zum Monetarismus mit zahlreichen Privatisierungen, der Senkung der Staatsausgaben und einem Abbau von Sozialleistungen bis hin zur Agenda 2010 unter Schröder.

Seibert fasste zusammen, dass die Anhänger*innen des Neoliberalismus, häufig Vertreter*innen oder Eigentümer*innen von Konzernen sind und mit diesem System ihre Interessen und ihre Marktmacht sichern oder weiter ausbauen wollen und dafür die Zusammenarbeit mit Politik, Medien und Universitäten suchen. Sie streben Abkommen in ihrem Sinne, wie die Freihandelsabkommen, an und wollen Gesetze und Standards, die ihre Geschäfte behindern, einschränken oder ganz beseitigen, wie die Rechte von Arbeitnehmer*innen, Umweltschutz oder soziale Standards.