21.11.2019 / Veranstaltung

Flying help berichtet über ehrenamtliche Hilfe aus der Region für Geflüchtete in Griechenland

Eva-Maria Schreiber, MdB und Michael Goldhahn, 1. Vorstand von flying help e.V.

Der gestrige Abend in meinem Regensburger Bürger*innenbüro stand ganz unter dem Thema "Hilfe für Geflüchtete in Griechenland". Es war mir eine Freude dafür Michael Goldhahn von flying help e.V. aus Nittenau als Referenten begrüßen zu können.

Flying help hat sich 2006 gegründet um direkt, schnell und unbürokratisch Menschen in Not zu helfen. Aktuell hat der Verein 203 Mitglieder. Sie leisten Nachbarschaftshilfe und Integrationsarbeit und versuchen Arbeit, Wohnung und soziale Kontakte zu vermitteln.

2015 haben sie das Projekt auf der Insel Kos in Griechenland gegründet, um Geflüchteten auch dort helfen zu können. Die staatlichen Strukturen waren damals völlig überlastet und konnten die ankommenden Geflüchteten nicht versorgen. An dieser Situation hat sich leider bis heute wenig geändert. Die Camps sind zu klein und völlig überbelegt. Es gibt nur wenig Essen in schlechter Qualität, kaum sanitäre Anlagen, Babynahrung oder Hygieneartikel. Viele Menschen müssen in Zelten oder unter freiem Himmel campieren.

Um die Not der Menschen ein wenig zu lindern und zu helfen, ist flying help mit einem Team ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer vor Ort. Sie arbeiten mit der griechischen Organisation Kos Solidarity und NGOs wie der UNHCR, Praksis, Save the Children zusammen und versorgen Geflüchtete mit Nahrung, Kleidung und Hygieneartikeln.

Flying help fährt vor Ort Nachtschichten an der Küste um neu ankommende Geflüchtete zu finden, sie gegebenenfalls aus dem Meer zu retten, zu versorgen und zu den Registrierungsstationen zu bringen. Sie organisieren die Unterbringung von Familien mit Säuglingen in Unterkünften und führen Krankentransporte durch.

Auch in Deutschland ist flying help aktiv. Sie machen Hausaufgabenhilfe und Sprachunterricht, unternehmen mit Geflüchteten Ausflüge und vermitteln sie zur Integration an örtliche Vereine und Feuerwehren. Sie unterstützen Helferkreise im Landkreis Schwandorf und stellen das W-Lan in der Gemeinschaftsunterkunft Nittenau.

Flying help sind für ihre Arbeit auch auf Geld- und Sachspenden (aktuell Decken und Schlafsäcke) angewiesen. Bei der Veranstaltung gestern wurden gleich 149 Euro gesammelt. Diese werden vom Regensburger Kreisverband der LINKEN noch auf 500 Euro aufgestockt. Alle Infos zur Arbeit von flying help unter www.flying-help.de.