07.12.2020 / Pressemitteilung

Für den guten Zweck

Im Dezember werden meine Mitarbeiter*innen eine Corona-Bonus-Zahlung erhalten, die ein Erfolg der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst ist und ein Ausgleich der Erhöhungen, die es dafür erst ab April gibt. Mein Team möchte diese zumindest teilweise spenden und möchte dies gern erklären:

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben in schwerster Zeit (Corona und damit bedingt höhere Schulden der öffentlichen Arbeitgeber) einen Tarifabschluss erreicht. Dieser sieht diese Bonus-Zahlung vor. Die Beschäftigten im Deutschen Bundestag (Verwaltung, Fraktionsmitarbeiter*innen) bekommen diese Sonderzahlung wegen des verdi-Tarifabschlusses. Durch die Einbeziehung der Abgeordnetenmitarbeiter*innen wird bloß Gleichberechtigung geschaffen. Die Bonus-Zahlung ist kein "Geschenk". Er ist Ausgleich dafür, dass die Arbeitnehmer*innen im öffentlichen Dienst 7 (!) Monate auf Lohnerhöhungen verzichten, also auch die Mitarbeiter*innen der Abgeordneten.

In der aktuellen Krise haben die Beschäftigten in vielen Bereichen unermüdlich gearbeitet, um das öffentliche Leben aufrecht zu erhalten. Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben dies kaum gewürdigt. Statt deutlich höherer Löhne gab es oft nur Applaus. Da wir wissen, dass es in der aktuellen Situation viele Menschen sehr schwer haben, wollen wir unseren Beitrag leisten und spenden einen Teil unseres Corona-Bonus an die folgenden Organisationen, die den Schwächsten hierzulande und weltweit helfen. Diese möchten wir an dieser Stelle auch würdigen:

 

- medico International

- die Aktion Neujahrswünsche der Stadt Regensburg

- Gnadenhof Medack

- die Ingolstädter Straßenambulanz "St. Franziskus"

- People's Health Movement.

 

Denn die Corona-Pandemie trifft nicht nur hierzulande Menschen, die im Niedriglohnsektor und von Hartz IV leben weitaus stärker als Besserverdienende. Die Pandemie führt zu einer globalen Verschärfung der Ungleichheit und droht Hunderte Millionen Menschen mehr in Hunger und Armut zu stürzen. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Solidarität international sein muss und Entwicklungspolitik die Marginalisierten, Ärmsten und Schwächsten in der Gesellschaft am stärksten in den Fokus nimmt."