01.07.2021 / Artikel

Mittschnitt der Online-Veranstaltung: Ist der Papst ein Linker? - 6 Jahre Enzyklika Laudato Si'

Mittschnitt der Online-Veranstaltung: Ist der Papst ein Linker? - 6 Jahre Enzyklika Laudato Si'

Die Rosa Luxemburg Stiftung Bayern/Kurt Eisner Verein organisierte in Zusammenarbeit mit meinem Ingolstädter Bürger*innenbüro eine Online-Diskussion mit dem Thema „Ist der Papst ein Linker? - 6 Jahre Enzyklika Laudato Si' am 29. Juni 2021.

Eingeladen waren Eva Bulling-Schröter, ehemalige Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Umweltausschusses und jetzt Stadträtin für DIE LINKE in Ingolstadt, und Prof. Dr. Martin Schneider, Dozent für Moraltheologie und christliche Sozialethik an der Katholischen Universität Eichstätt – Ingolstadt. Ich selbst durfte die Runde moderieren.

In meiner Einleitung der Diskussionsrunde konnte ich von meinem Gespräch mit dem Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising berichten, der mich im letzten Jahr zum 5-jährigen Enzyklika-Jubiläum im Zeichen der Coronakrise eingeladen hatte.

Der Diözesanrat erklärte, dass der Weckruf Laudato si' nichts an seiner Aktualität und Dringlichkeit eingebüßt hätte und er forderte eine breite gesellschaftliche Debatte. Noch nie wurden in einer päpstlichen Enzyklika unter so starken Umweltgesichtspunkten soziale und politische Forderungen formuliert. Aber auch die einzelne Bürgerin, den einzelnen Bürger nimmt der Papst Franziskus in die Pflicht.

So stellte ich Prof. Schneider zunächst die Frage, wie Laudato si' in den kirchlichen Gemeinden aufgenommen wurde und welche zentralen Fragen in der päpstlichen Enzyklika aufgeworfen werden. Wie dieses Schreiben im politischen Berlin diskutiert worden war wollte ich anschließend von Eva Bulling-Schröter wissen. Schließlich verwendet der Papst sehr oft die Schlagwörter wie Gemeinwohl, Generationsübergreifende Gerechtigkeit, Menschenrechte für alle Völker, Konsumkritik, Kontrolle über Kapital, Wirtschaft und Politik. Schlagworte, die auch die Programmatik der LINKEN bestimmen.

Leider ist meine Einführung und nur die Hälfte des Eingangsstatements von Prof. Schneider aufgezeichnet worden, dafür aber das Kurzreferat von Eva Bulling-Schröter und die sehr anregende und interessante Diskussion der beiden Podiumsgäste.