30.05.2018 / Presseecho

... wird passend gemacht. Deutsche Unternehmen machen gute Geschäfte mit Marokko. Und zementieren den Status Quo in der Westsahara. (junge Welt)

"Große Dax-Unternehmen wie Siemens und Heidelberg-Cement operieren in der Westsahara, als wäre sie Teil Marokkos. Siemens baut riesige Windparks im Gebiet - strategisch wichtige Infrastruktur, mit der Marokko seine Besatzung rechtfertigt, normalisiert und weiter verfestigt. [...] Das Unternehmen benutzt Karten, auf denen die Stadt und das Zementwerk in Marokko liegen und somit die Westsahara als integraler Bestandteil des Königreichs erscheint, statt als - wie es der EUGH genannt hat - "eigenständiges und verschiedenes Gebiet". [...] Die Bundesregierung weist die deutsche Wirtschaft regelmäßig darauf hin, dass der völkerrechtliche Status der Westsahara nicht geklärt ist. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der Abgeordneten Eva-Maria Schreiber von Die Linke vom 18. Dezember 2017 hervor. Berlin würde aus diesem Grund die Aktivitäten deutscher Unternehmen in der Westsahara weder fördern noch durch Exportkredit- und Investitionsgarantien sichern. [...]"  

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