Mittwoch, 25. November 2020, 14:00 - 16:00

Wie Fonds und Private-Equity die Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern und Deutschland verändern

 

Finanzinvestoren übernehmen weltweit Krankenhäuser und andere Gesundheitsdienstleister. In Deutschland zeigt sich dieser Trend exemplarisch an der Übernahme von Medizinischen Versorgungszentren durch Private-Equity-Gesellschaften. International fördern auch staatliche Entwicklungsbanken diese Entwicklung. So hält die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft DEG 19 Beteiligungen an Gesundheitsfonds, die oft an Offshore-Finanzplätzen wie Mauritius oder den Kaimaninseln angesiedelt sind.

Die COVID-19-Krise zeigt, dass ein funktionierendes, allgemein zugängliches und öffentliches Gesundheitssystem essentiell ist – in Industrieländern ebenso wie im Globalen Süden. Daher wollen wir im Webinar die steigende Bedeutung von Fonds- und Private-Equity im Gesundheitssektor auf drei Ebenen kritisch diskutieren.

  • Warum treiben Entwicklungsbanken wie die DEG diese Entwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern voran, und was bedeutet dies insbesondere für marginalisierte Bevölkerungsgruppen in diesen Ländern?
  • Wie wirkt sich die Privatisierung der Gesundheitsversorgung auf Ärztinnen und Ärzte, Patient*innen und das Gesundheitssystem Indiens aus?
  • Welche Spuren hinterlässt der Aufstieg von Private-Equity-Fonds im deutschen Gesundheitssystem?

 

Ablauf

 

14 Uhr - Begrüßung und Einführung: Eva-Maria Schreiber


14.10 Uhr - Zur Rolle der DEG und anderer Entwicklungsbanken bei der Privatisierung von Gesundheitsdienstleistungen; Anna Marriott, Oxfam UK


14.25 Uhr - Profite auf Kosten der Gesundheit: Folgen der Privatisierung von Gesundheitsdienstleistungen in Indien: Dr. Abhay Shukla; Arzt, Aktivist People’s Health Movement


14.40 Uhr - Private-Equity-Fonds in der deutschen Gesundheitsversorgung;
Achim Kessler MdB, Gesundheitsökonomischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.


14.55 Uhr Diskussion


Moderation: Dr. med. Andreas Wulf, medico international

 

Eine Anmeldung ist namentlich mit Angabe der E-Mail-Adresse
bis zum 23. November 2020 über die Homepage der Linksfraktion  oder per E-Mail an veranstaltung@linksfraktion.de mit dem Betreff »Gesundheitsversorgung« erforderlich.


Für die Teilnahme an der Videokonferenz ist die Installation der Videosoftware alfaview erforderlich: https://alfaview.com/de/download/.


Nach Ablauf der Anmeldefrist erhalten Sie die Zugangsdaten und weitere
Informationen.