Schwerpunkt: Welternährungspolitik

Obwohl weltweit mehr Nahrungsmittel produziert werden, als die Menschheit konsumieren kann, leiden über 800 Mio. Menschen an Hunger. Besonders betroffen sind Bewohner der ländlichen Gebiete, in der Regel also Kleinbäuerinnen und Kleinbauern selbst. Ihre Existenz wird von gleich mehreren Seiten bedroht: durch Dumpingprodukten aus den Industrieländern, fehlende politische und praktische Unterstützung, aber auch eine Entwicklungspolitik, die das Modell der industriellen Landwirtschaft in die Entwicklungsländer exportiert – samt all dessen negativer Effekte für Mensch und Natur.

Doch allen Widrigkeiten zum Trotz: Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bleiben das Rückgrat der Lebensmittelversorgung. Sie produzieren 70 Prozent der weltweit konsumierten Lebensmittel, verwenden dafür aber nur 30 Prozent der in der Landwirtschaft eingesetzten Energie. Ihre Rahmenbedingung zu verbessern, ist deswegen eine zentrale Aufgabe linker Entwicklungszusammenarbeit: durch faire Handelsverträge, die Förderung agrarökologischer Methoden und eine Politik, deren wichtigsten Partner nicht Konzerne, sondern die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind. Ernährungssouveränität jetzt!

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